Elektroauto: Will die Regierung ihre Ziele wirklich erreichen?

Elektroauto: Will die Regierung ihre Ziele wirklich erreichen?

Der Wunsch der Regierung, Elektroautos zu fördern, wirft die Frage auf, ob ihre Ziele erreicht werden. Welche Maßnahmen wurden ergriffen und wie sind die Zukunftsaussichten?

Ehrgeiziges Ziel, ungewisse Realität

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Die französische Regierung hat sich seit mehreren Jahren ehrgeizige Ziele für Elektrofahrzeuge gesetzt. Der jüngste Plan, der bis zum Jahr 2030 auf 2 Millionen Elektrofahrzeuge „made in France“ festgelegt wurde, schien den starken Wunsch nach einem Übergang zu einer saubereren Mobilität widerzuspiegeln. Allerdings deutet eine jüngste Korrektur auf einen Kurswechsel hin.

Tatsächlich sprach die Regierung lieber über elektrifizierte Fahrzeuge als über Elektroautos. Diese Nuance hat große Auswirkungen, da sie nicht nur Batterieautos, sondern auch Hybridfahrzeuge umfasst, ob Plug-in oder nicht. Durch die Entscheidung für diese breitere Terminologie erscheinen die Ambitionen der Regierung realistischer, aber auch weniger restriktiv für die in Frankreich ansässigen Automobilhersteller.

Diese Entscheidung lässt Raum für Hybridautos, wie sie beispielsweise von Toyota hergestellt werden, sowie für Multi-Energie-Plattformen von Stellantis. Letzterer ist die Muttergesellschaft von Marken wie Peugeot, Citroën und DS. Es ist daher schwierig, von diesen Herstellern zu verlangen, auf Wärmemotoren zu verzichten, wenn Hybridautos in Frankreich einen viel größeren Marktanteil haben als Elektroautos.

Eine verwirrende Sprachkorrektur

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Der Übergang vom Begriff „Elektrofahrzeuge“ zu „elektrifizierten Fahrzeugen“ wirft Fragen zur Regierungskommunikation auf. Tatsächlich scheint diese Korrektur unbemerkt geblieben zu sein, sie stellt jedoch die jüngsten Erklärungen von Präsident Emmanuel Macron und Wirtschaftsminister Bruno Le Maire in Frage.

Im Oktober 2021 verkündete Emmanuel Macron das Ziel von „2 Millionen Elektro- und Hybridfahrzeugen“ bis 2030. Diese Aussage wurde von Bruno Le Maire bestätigt und von zahlreichen Medien weitergegeben. Ein Jahr später änderte der Präsident der Republik jedoch seinen Ausdruck, indem er von „2 Millionen Elektrofahrzeugen“ sprach, was darauf hindeutet, dass es sich bei der Sprachkorrektur eher um eine Verwechslung an der Staatsspitze handelt.

Wenn die Regierung jetzt über Elektrofahrzeuge spricht, versichert eine Regierungsquelle, dass das Ziel weiterhin darin besteht, 2 Millionen Elektrofahrzeuge zu erreichen. Die Verwirrung bleibt jedoch bestehen und macht es nicht einfach, die wahren Absichten der Regierung in Bezug auf den Übergang zur Elektromobilität zu verstehen.

Eine gewaltige Herausforderung, sowohl industriell als auch technologisch

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Ob es darum geht, bis 2030 zwei Millionen Elektrofahrzeuge oder elektrifizierte Fahrzeuge zu produzieren, das Ziel bleibt schwer zu erreichen. Die aktuellen Produktionszahlen für Elektroautos in Frankreich überschreiten 150.000 Einheiten im Jahr 2023 nicht. Nach Prognosen der Firma Inovev soll diese Zahl im Jahr 2030 rund 827.000 Einheiten erreichen. Auch wenn diese Entwicklung ermutigend ist, bleibt sie weit von dem gesetzten Ziel entfernt die Regierung.

Darüber hinaus ist es wichtig zu betonen, dass die Konkurrenz durch chinesische Konzerne auf dem europäischen Markt immer intensiver wird. Französische Hersteller entscheiden sich auch dafür, einige ihrer Elektroautos außerhalb Frankreichs zu produzieren, wie die Entscheidung von Citroën zeigt, seinen ë-C3 in der Slowakei zu produzieren.

Die industriellen und technologischen Herausforderungen sind daher zahlreich. Die Produktion von Elektro- und Hybridautos muss in nur sieben Jahren um 33 % gesteigert werden, ohne die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt zu berücksichtigen.

Eine ungewisse Zukunft, aber ermutigende Zeichen

Angesichts dieser Herausforderungen ist die Frage berechtigt, ob die Regierung ihre Ziele in Bezug auf Elektrofahrzeuge wirklich erreichen kann. Der aktuelle Kontext der stagnierenden Nachfrage nach Elektroautos in Europa verstärkt diese Unsicherheit.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass konkrete Maßnahmen ergriffen werden, um den Übergang zur Elektromobilität voranzutreiben. In Hauts-de-France sind Batteriefabriken, sogenannte „Gigafactories“, im Bau. Darüber hinaus arbeitet die französische Regierung an einer Überarbeitung des Ökobonus, um „Made in Europe“ zu fördern.

Trotz der aufgetretenen Hindernisse ist der Wunsch, den Übergang zu Elektrofahrzeugen zu beschleunigen, sehr groß. Es bleibt abzuwarten, ob die ergriffenen Maßnahmen ausreichen, um die von der französischen Regierung gesetzten Ziele zu erreichen, und ob die Automobilhersteller mit dem durch diesen Übergang vorgegebenen Tempo mithalten können.

Quelle: www.capital.fr

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